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Kinesio-Tape

Was aber ist Kinesio-Taping überhaupt?

Kinesio geht auf das griechische Wort „kinesis“, Bewegung, zurück, Taping kommt vom englischen Begriff „tape“ und bedeutet Band beziehungsweise Klebeband. Zusammen­genommen steht der Name Kinesio-Taping für eine schnelle, kostengünstige und effektive Therapieform, die schon vielen Läufern wieder auf die Beine geholfen hat.

Die Grundform des Taping wurde von dem japanischen Chiropraktiker und Kinesiologen Kenzo Kase bereits Anfang der Siebzigerjahre entwickelt. Während bis dato beim Taping ausschließlich starre und damit rein stützende beziehungsweise stabilisierende Bänder eingesetzt wurden, legte Kase elastische Tapes an. Durch die spezifische Art des Anlegens auf die Haut und die besondere Anordnung erzielte er eine stimulierende Wirkung auf Muskelpartien, Gelenke sowie das Lymph- und Nervensystem. Kase orientiert sich dabei an anatomischen Gegebenheiten wie dem Verlauf von Muskeln und Nerven. Das Tape wird mit unterschiedlichem Zug auf die vorgedehnte oder auch entspannte Muskulatur geklebt.

Durch das Aufkleben auf die Haut und der damit verbundenen Irritation wird der darunter liegende Schmerz erst einmal überdeckt und im besten Fall nicht mehr wahrgenommen. Gleichzeitig erhält der Körper durch das Tape mit jeder Bewegung eine Art Massage. „Die permanente Stimulation fördert die Durchblutung, und die Selbstheilungsprozesse im Körper werden aktiviert. Schon nach wenigen Augenblicken tritt Linderung ein, das Tape ist wie eine zweite Haut“, erläutert Karsten Kühl, Orthopäde und Sportmediziner aus Stade, der seine Patienten seit 2006 mit Taping behandelt

Für Sportler und Läufer im Speziellen ist das Taping wie geschaffen. „Beim Laufen werden bekanntermaßen sehr viele Muskelgruppen aktiviert, das kommt der Wirkungsweise des Taping sehr entgegen“, erläutert Kühl. Typische Läuferbeschwerden wie leichte Knie- oder Rückenschmerzen lassen sich bestens damit behandeln.

Bei allen positiven Aspekten sollte jedoch nicht übersehen werden, dass Taping kein Allheilmittel ist und bei Beschwerden, die nicht vornehmlich mus­kulärer Natur sind, auch nicht helfen kann. So müssen zum Beispiel starke Knieschmerzen, die auf einen Knorpelschaden zurückzuführen sind, anders therapiert werden.

Wie lange beziehungsweise wie oft muss ein Tape getragen werden, damit langfristig eine Besserung eintritt?
Das muss differenziert betrachtet werden: Geht es um die Regeneration einer Weichteilüberlastung, sollte man mit 10 bis 14 Tagen rechnen. Hier kommen insbesondere die verbesserte Durchblutung und die Steigerung der Lymph­aktivität zum Tragen. Durch die Aktivierung von Muskelketten und die dadurch erreichbare bessere Führung von Gelenken kann man jedoch auch eine langfristige Besserung von Beschwerden erreichen

An wen sollte sich ein Läufer wenden, wenn er sich 
mit Tapes behandeln lassen möchte?